Bilder: Christel, Walter, Dieter G.

 

Jahresausflug nach Rothenburg ob der Tauber

Pünktlich, wie vom Liederkranz gewohnt, startete unser Bus um 7 Uhr am Gasthaus Hirsch. Erstes Ziel war die Gärtnerei Currlin in Uffenheim. Aber schon auf halber Strecke dorthin legten wir einen Stopp ein, um uns zu stärken und für den Tag zu wappnen. In der Erlebnisgärtnerei erfuhren wir dann alles über Orchideen und erhielten allerhand Tipps für deren Pflege. Natürlich konnten die Orchideen auch erstanden werden. Die Vielfalt an Arten und Farben war riesig, und so fiel es dem einen oder anderen schwer, sich für eine bestimmte Pflanze zu entscheiden. Trotzdem wurden danach zwei Kartons, gefüllt mit Orchideen, in den Bus verladen.

Weiter ging es nach Röttingen zur Winzerfamilie Fries, in deren Gaststätte "Zur Heckenwirtschaft" wir bei schönstem Wetter im Außenbereich unser Mittagessen einnehmen konnten und von der Tochter des Hauses, einer echten Weinprinzessin, und deren Familie  bestens bewirtet wurden. Natürlich durfte auch ein guter Tropfen zum Essen nicht fehlen!

In Rothenburg ob der Tauber, unserer nächsten und letzten Station des Tages, wurden wir bereits auf dem großen Parkplatz vor der Stadtmauer von zwei Stadtführern erwartet. Durch die Spitalgasse, in der früher die Gerber ihr Handwerk betrieben, ging es in die mittelalterliche Altstadt, die auch das "Fränkische Jerusalem" genannt wird. Natürlich durfte bei unserer Führung auch das wohl bekannteste Postkartenmotiv aus Rothenburg ob der Tauber, das sogenannte Plönlein, nicht fehlen, ein schmales Fachwerkhaus mit dem kleinen Brunnen davor, umrahmt vom Kobolzeller Tor und dem höher stehenden Siebersturm. Von einem Aussichtspunkt konnten wir einen Blick ins Tal mit dem Viadukt, das wie ein aus römischer Zeit stammendes Aquädukt aussieht, und auf die Burg werfen. Im danebenstehenden früheren Klostergebäude des Johanniterordens ist heute das Kriminalmuseum untergebracht. Unser Rundgang führte uns weiter zum Marktplatz mit dem Rathaus und seiner prächtigen Renaissance-Fassade und dem imposanten acht Meter tiefen Georgsbrunnen, der unglaubliche 100.000 Liter Wasser fasst. Danach ging es zur Jakobskirche, deren mächtige Türme die Stadt überragen. In der Nähe der ganzjährig geöffneten Rothenburger Weihnachtswerkstatt mit Christkindlmarkt, und Käthe Wohlfahrts Weihnachtsdorf sowie des Deutschem Weihnachtsmuseums ging unsere Führung zu Ende. Viele der wunderschönen alten Gebäude, wären es wert gewesen, sich intensiver damit zu befassen, doch leider war dies in der Kürze der Zeit nicht möglich.

Für eine Tasse Kaffee blieb aber noch genügend Zeit, und wer wollte, konnte die süße Rothenburger Spezialität, die Schneeballen, versuchen, die schon im Mittelalter bei Hochzeiten und Festen, aber auch als Fastengebäck serviert wurde.  Voraussetzung war allerdings, dass man in irgendeinem Café ein Plätzchen ergattern konnte, denn bekanntermaßen ist die Stadt überlaufen mit Gästen aus nah und fern.

Schon um 17.15 Uhr trafen wir uns wieder am Bus und kamen ohne Stau zwei Stunden später wohlbehalten  in Echterdingen an.

Bericht Christel